Urbanism

Four Rooms

012 

Housing Project in the inner city of Warsaw, Poland, 2007
Europan 9 competition, with Agata Mierzwa, 3rd prize

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The site of the Europan 9 competition entry ‚Czyste’, is an old and partly vacant industrial and residential area near the centre of Warsaw. The area is adjoining a train station in its close proximity and entails various functions and urban conditions such as industrial buildings, an exhibition centre, housing, parks and a hospital. The project area was divided in a larger perimeter as study site of about 50 hectares and a smaller perimeter for a concrete intervention of a about 6ha. Besides restrictions such as building heights and density (FAR 2.5), the programmatic requirements were mainly residential as well as small retail and office spaces.
The project ‘four rooms’ suggests the reading of Czyste within the conceptual framework of conceiving Warsaw as a potential model for an archipelago-city. Hence it can be comprehended as an urban condition of divers fragmented and heterogeneous city-parts‚ urban-Islands and -clusters or large-scale artefacts (such as the Pałac Kultury i Nauki, the Culture and Science Palace built in the 50ies in Socialist-Realist style architecture) in short - cities within the city. The intervention foresees the implementation of four long, lifted public housing blocks as a permanent form - defining a repetitive sequence of interstitial spaces that offers in a ‚dialectical opposition‘ a temporary playground for free market developments. By framing of the existing urban features through distinct architectural types, the project establishes a clearly legible urban form and offers a new identity to the site of Czyste.
Due to this needs for neutrality and flexibility - required in the competition brief - it should be possible to change the building structures from housing into office space and vice versa where this method of creating collective buildings will become the new aim for a (social-) sustainable development. The housing and office typology will become one and the same, a situation that will be in line with the reality of future working and living patterns.


Der Entwurf ‚four rooms’ betrachtet Warschau als ein Stadtarchipel, ein urbanes Ganzes aus heterogenen Stadtteilen, urbanen Inseln, Clustern, oder Artefakten, Städten innerhalb der Stadt. Der Stadtteil Czyste nimmt dabei mit seiner eigenen besonderen Identität eine wichtige Rolle innerhalb der sich ständig verändernden Stadt Warschau ein. Hauptmerkmal dieser Form von Stadtplanung, in der die Inselgruppe ein Symbol für die Stadt wird, ist die kritische Einbeziehung zwischen Architektur und der Stadt. In der aktuellen Stadtplanung ist es schwierig den langfristigen
Bedarf des Marktes vorauszusagen. Die Entwicklung von Grossprojekten ist problematisch und infolgedessen liefert der Entwurf auch keine fertige Lösung für die Zukunft. Die Veränderung der
Stadt wird als schrittweiser Prozess von Umbau und Anpassung an die Nachfrage vor Ort verstanden bei dem die Form der städtebaulichen Komposition eine wichtige Rolle spielt. Die strenge repetitive Positionierung der vorgeschlagenen zeilenförmigen Bauten integriert teilweise bestehende Bausubstanz, und bildet gleichzeitig einen räumlich permanenten Rahmen für die umliegenden
existierenden Gasometer und Industriebauten. Die präzise Anordnung betont die lokale Identität und schafft einen Ort für die wichtigen städtischen Nutzungen - Wohnen und Arbeiten. Die Räume welche zwischen den Baukörpern definiert werden, können unter Berücksichtigung einzelner Restriktionen wie Höhenentwicklung und Dichte zu einem späteren Zeitpunkt bebaut werden. In diesem Sinne dienen diese Grundstücke als ‚Spielfelder’ für den freien Markt, womit die Möglichkeit
bestände, auf die laufenden Veränderungen des lokalen Bedarfs der Bevölkerung zu reagieren. Die Herausforderung für die Planung liegt in der Dichotomie zwischen permanenter Form, den präzisen einfach ausformulierten Gebäudekörpern - und dem wechselnden Programm. Die räumliche und formale Sprache der Gebäude ist die einer ‚strukturellen Architektur’, die eine Anpassung an die sich
verändernden Marktanforderungen ermöglicht - von Gewerbe - zu Wohnungen und vice versa. Jeder Baukörper enthält einen festen Anteil an Ateliernutzungen, zusammenhängenden Büroflächen sowie in den oberen Geschossen ein vielfältiges Wohnungsangebot.



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