Buildings

Bahnhofgebiet Wattwil

032 

Neubau Bahnhofgebiet Süd, Wattwil, 2012
Projektwettbewerb mit Präqualifikation

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Die städtebauliche Kondition von Wattwil im Thurtal ist durch den entlang des Talbodens mäandrierenden Flusslauf sowie die Bahnlinie als raumbildende Elemente geprägt, welche im Verbund eine Abfolge von baulich oder landwirtschaftlich genutzten ‚Raumtaschen’ bilden. Entlang dieser linearen Landschaftsstruktur hat sich im Laufe der Zeit ein heterogenes Gefüge von Baustrukturen unterschiedlicher Massstäbe und Erstellungsperioden gebildet: Eine Koexistenz von ruralen bis städtischen Elementen: Bauernhöfe, ehemalige Industrieanlagen, Gewerbehallen, grossmassstäbliche Einzelbauten, Siedlungen mit Mehr- und Einfamilienhäusern unterschiedlichster Art. Diese städtisch anmutende Heterogenität ist im Bereich des Bahnhofes Wattwil besonders präsent.
Der Neubau für das Bahnhofgebiet Süd reagiert auf diesen Kontext mit der Konzentration eines kompakten fünfgeschossigen Bauvolumens im Süden des Baufeldes, welches volumetrisch und architektonisch in einen Dialog mit dem benachbarten Gewerbeschulgebäude tritt. Die Aneinanderreihung von 6 gleich grossen - im Grundriss quadratischen - Volumen mit Nord-Süd Orientierung bildet eine kräftige Gebäudevolumetrie, die in der Wahrnehmung je nach Perspektive zwischen einem einzigen Baukörper oder einer Gruppe von Einzelvolumen oszilliert. Das abgetreppte Bauvolumen verschmilzt räumlich und volumetrisch im Erdgeschoss mit einem eingeschossigen Sockelbau von 160m Länge. Dieses Sockelgeschoss, welches für die Verkaufsflächen vorgesehen ist, wird mit einem kräftigen und weit auskragenden Dach überspannt. Mit dieser Massnahme wird einerseits eine einladende öffentliche Gestik Richtung Bahnhofsgebäude ausformuliert, andererseits bildet diese markante Überdachung einen räumlichen Abschluss des Bahnhofplatzes gegen Südosten hin.

Auftraggeberin:
Schweizerische Südostbahn SOB AG, St.Gallen

Tragwerksplanung: 
Ulaga Partner Bauingenieure, Basel


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