Buildings

Piscine Le Locle

048 

Neubau Hallenbad Le Locle, 2015
Offener Projektwettbewerb, 1. Preis

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Die heutige Eishalle und das Freibad artikulieren eine der Anlage inhärente orthogonale Ordnung und werden durch ihre von den Rändern abgerückte Situierung als Teil einer ausgedehnten Parkanlage wahrgenommen. Das im Grundriss quadratische, eingeschossige Neubauvolumen mit flach geneigtem Satteldach wird nord-westlich der Eishalle, orthogonal zu dieser ausgerichtet, positioniert und führt so diese Lesart weiter: Hallenbad, Eishalle und bestehendes Freibad bilden zusammen ein vom Parkraum umschlossenes Ensemble.
Der Grundriss des Hallenbades ist in drei verschiedene Bereiche aufgeteilt: Im Norden der Schwimm- und Badebereich, die Kletterhalle in der süd-westlichen sowie die kleinteiligen Räume mit Eingang/Administration/Restauration in der süd-östlichen Gebäudeecke. Darüber sind auf einem Galeriegeschoss zusätzliche Garderoben der Badenutzung angeordnet. Die zentral platzierte Vertikalerverbindung erschliesst dieses Galeriegeschoss sowie das Untergeschoss, in welchem die 13m hohe Kletterhalle, Lager-/Technikräume sowie die Garderoben für Eishalle und Fussball untergebracht sind. Das an der Westfassade aus dem Erdreich ragende Untergeschoss begünstigt den Zugang zur Kletterhalle und zu den Fussballergarderoben von ausserhalb der Anlage, während eine unterirdische Verbindung mit Treppe von den Garderoben der Eisläufer direkt zur Eishalle innerhalb der Anlage führt.
Ein Gerüst aus mächtigen Betonträgern, auf Betonstützen und -Wänden aufliegend, formuliert ein System von verschieden proportionierten, den unterschiedlichen Nutzungsbereichen entsprechenden Raumkammern. Durch die Geometrie des Satteldaches bedingt, können im Bereich des First zweigeschossige Räume oder auch die Kletterhalle angeordnet werden. Im Schnitt entsteht so eine Abfolge von überhohen, hallenartigen Räumen und räumlich gedrückten Bereichen.
Nach Aussen erscheint das Gebäude als kompaktes Volumen mit eingeschossigen Fassaden nach Süden und Norden sowie markanten, mit einer dunklen Holzschalung verkleideten, Giebelfassaden nach Osten und Westen.
Ein im Erdgeschoss rundherum laufendes, 3.50m hohes Fensterband, welches Einsichten in Kletterhalle, Schwimm- oder Restaurationsbereich ermöglicht, betont als ‚Transparente Fuge’ den öffentlichen Charakter des Gebäudes.

Auftraggeber:
Stadt Le Locle, Service de l‘Urbanisme

Landschaft:
Ludivine Gragy, Landschaftsarchitektin Zürich

Tragwerk:
Büro Thomas Boyle + Partner AG, Zürich

Gebäudetechnik:
Gruenberg+Partner AG, Zürich

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